Das Feen Paradies von Anna Sui - Story


Jetzt folgt eine super süße verzauberte Kurzgeschichte.
Die Inspiration dafür war das Parfüm "Secret Wish" von Anna Sui. 
Es ist 23 Uhr und Ich schnuppere an meinem "Pink Sugar" Parfüm, da ich einfach so verrückt nach gut riechenden Düften bin. Ganz müde vom Tag kuschel ich mich in meine Decke ein und wünsche mir verträumt eine neue Essenz zu entdecken.
 
"Nun aber lege ich "Pink Sugar" zur Seite, knipse meine Nachttischlampe aus und tauche in ferne Galaxien ein, weit weg von der Erde. Denn das Traumland ruft nach mir...
Ein Knall. Etwas zieht mich lange mit sich mit und in sich hinein. Wie in einer großen Wasserrutsche. Es rauscht nun sehr laut. Ich bin noch am Träumen. Und da ist er schon wieder dieser Knall. Doch nun ist er in weiter Ferne zu hören. Es wird heller vor meinen geschlossenen Augen.
Meine Wahrnehmung kehrt wieder zurück. Leise bahnt sich ein leichtes Summen an. Sanftes Vogelzwitschern umschmiegt meine Ohren und wird immer lauter. Gras kitzelt an meinen Händen und Füßen. Ich höre das lebendige Rauschen von Wasser. 
Plötzlich verwandelt sich das Summen in etwas das sich wie das Flügelschlagen einer Libelle anhört. Aus Neugierde öffnen sich meine Augen einen kleinen Spalt. Verschwommen erblicke ich wie etwas vor mir blitzschnell von rechts nach links fliegt.
Die Augen weiter geöffnet erkenne ich einen kleinen schwebenden Körper in Höhe meines Bauches. Erschrocken öffnen sich meine Augen. Da schwebt ein kleines Wesen mit wunderschönen Flügeln vor mir her. 
"Ist das ein Traum?!" stottere ich verwirrt dem kleinen mystischen Wesen entgegen, welches anfängt zu piepsen. Doch die Sprache ist mir sehr fremd. Ich habe solche Wörter noch nie gehört.
Grazil fängt das kleine Wesen an mit einem Stab, aus dem Glitzersterne sprudeln, vor mir herum zu fuchteln. "Hee was tust d..." will ich fragen. Doch werde gestoppt von der Erkenntnis, dass ich nun jedes einzelne Wort von dem Wesen verstehen kann. 
Das Piepsen hat deutlich an Bedeutung gewonnen. Mir wird klar, dass Sie mich verzaubert hat um der Verständigung auf die Sprünge zu helfen. Das kleine Ding fliegt bestimmend auf mich zu und erzählt mir hektisch, dass ich im Feen Paradies sei. Darauf folgt ein wirres Geplapper, dass einem unbändigen Wasserfall gleicht.
Jetzt wird es mir bewusst: "Sie ist eine Fee..Eine eine richtige echte Fee", sausel ich stotternd leise vor mich her. Ich bin noch ganz paralysiert. Also blicke ich vorsichtig von Ihr weg. Meine Augen schweifen weiter nach unten und ich sehe eine verzauberte unschuldige mit blumen bedeckte Wiesenlandschaft vor mir, die mir ein erstaunlich wohliges Gefühl bereitet.
Ganz hinten erkenne ich ein kleines rundes kürbisartiges Häuschen aus einem Material, das sehr rein und weiß-durchsichtig ist. Der Kürbis ist verziert mit wunderschönen Blumenketten.  "Eh du Fee..ist das dein Haus?", unterbreche ich Ihr wirres Gezwitscher.
Sie zischt mir entgegen und verschwindet von einer Sekunde auf die andere feenschnell in in dem Kürbis. Da greift mich eine riesige Neugierde und ich richte mich auf, denn ich möchte herausfinden, was dieses Paradies noch so vor mir verbirgt.
Während meine nackten Füße über die weiche Wiese gleiten, sehe ich erstaunt artfremde Blumen und Pflanzen. Sie ziehen mich an und ich möchte garnicht mehr wegschauen. Doch die Fee interessiert mich so sehr, dass ich wie ich in Richtung Kürbis laufe.
Vor dem Häuschen angekommen höre ich eine kleine hohe Stimme drinnen vor sich her summen. Da ist sie die Fee. Sie schaut aus dem Fenster und zischt mir frech entgegen: "komm herein du Menschlein!".  Ich antworte Ihr enttäuscht: "Aber das geht doch nicht, ich bin viel zu groß!".
Sie versichert mir zutraulich, dass ich nur die Klinke berühren müsste.
Im selben Moment sehe ich wie meine Hand an der Klinke auf eine lustige kleine Größe schrumpft. Ich drehe mich um. Alles um mich herum wird immer größer. Das Paradies wächst majestätisch während ich erstaunt an mir runter blicke. Ich verschwinde in meiner Kleidung.
Hastig klettere ich aus meiner Hose heraus. Ich sehe mich um und die Blumen sind jetzt riesig wie Bäume. Ich erkenne nur noch Grass vor mir. Neugierig drehr ich mich wieder dem Kürbis entgegen. Welcher nun so groß ist wie ein echtes Menschenhaus.
"Halli Hallo" tönt es melodisch aus den offenen Fenstern. "Oh ehh ich komme nun herein", stottere ich verdutzt. Mit der Klinke in der Hand schreite ich in das Feenheim herein. Die Besitzerin sitzt frech grinsend auf einem verchnörkelten weißen Stuhl, welcher mit kleinen Ranken umziert ist.
"Na so klein warst du wohl noch nie in deinem Leben!", kichert sie mir frech entgegen. Die Fee winkt mich zum Tisch, auf dem allerlei Obst in einer türkisen Glasschale drappiert ist.
Wir setzen uns und sie reicht mir einen Krug aus einem Material, dass wie sie es nennt "Turkose" heißt. Ich schnuppere am flüssig durchsichtigen Inhalt. "Das ist selbstgemachte Zitronen Limonade mein Kind", hilft sie mir humorvoll auf die Sprünge. "Was auch immer du willst, nimm es dir..du hast doch sicher sehr viel Hunger?".
"Ouuhjaa" erwiedere ich Ihr begeistert zu, während sich meine Hand auch schon auf einen der Honigmelonen Stücke gelegt hat. Als nächstes greife ich gierig nach den glänzend dunklen Johannisbeeren, die so riesig wie Fußbälle sind.
Nach einer gefühlten halben Stunde schmeiße ich mich mit einem vollen zufrieden genährten Bauch auf das Feenbett im hintersten Zimmer. Plötzlich überkommt mich eine wuchtige Müdigkeit. Gähnend möchte ich sie noch etwas fragen. Doch im selben Moment schließen sich meine Augen wie von alleine und das Feenhäuschen verschwindet ganz vor meinen Augen.
Zwischendurch komme ich immer wieder zu meinem Bewusstsein. Die Haustür quietscht. Ich blinzel mit den Augen und sehe wie zwei große Flügel hinter der Tür verschwinden. Nun fallen meine Augen entgültig zu und das letzte was ich wahrnehmen kann ist ein fruchtig, frischer, süßer Duft in meiner Nase. 
Langsam aber sicher sammeln sich meine Gedanken wieder und ich spüre mich in einer Decke eingehüllt. Eingekuschelt liege ich eine Weile so da. Nun schrecke ich auf und die Erinnernung an die Fee kehrt sofort zurück: "Wo ist sie hingegangen?! Ich muss sie suchen!", denke ich mir.
Doch als ich die Augen öffne sehe ich nichts elfenartiges mehr vor mir. Weder das Obst auf dem Tisch noch die Schale aus Turkose. Das mit Ranken verzierte Kürbishäuschen ist weg.
Ich befinde mich wieder in meinem Bett und starre enttäuscht mit großen Augen an die weiße Decke meines Zimmers. Plötzlich bemerke ich, wie etwas in meiner Hand liegt. Ich drehe mich zur Seite und sehe eine kleine Parfümflasche mit türkisem Inhalt.
Ich bin verdutzt und ziehe den durchsichtig-weißen Deckel, auf dem eine Fee sitzend auf einer Kugel, abgebilded ist, ab. Ich schnuppere an dem Elixier und mir schießen alle Bilder des Feen Paradies wieder in meine Erinnerung zurück. Ich erblicke einen klitze kleinen weißen Zettel mit abgebildeten Blümchen auf meinem Bett. 
Hastig suche ich nach einer Lupe, welche ich zwischen meinen Unterlagen liegen habe. Ich führe sie vor meine Augen und lese "dies ist eine Erinnerung an deine Feen Freundin Anna Sui ..was du gesehen hast darfst du keinem erzählen".
Entzückt drücke ich den Flakon an meine Brust. Ich habe immernoch das Feen Paradies vor mir in Gedanken und hoffe auf ein zweites Wiedersehen.

Kommentarbox

Deine Meinung ist erwünscht.


Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Anonymer Besucher (Mittwoch, 19 Oktober 2016 21:33)

    voll die süße Geschichte..ich hab sie meiner Enkelin vorgelesen.
    Als ich danach fragte ob sie noch eine andere Geschichte hören möchte, meinte Sie: "Nein Omi, ich will die Geschichte nicht vergessen und davon träumen".
    LG